Auch Buße gehört zu den Auswirkungen des kontemplativen Gebetes.
Wenn wir vor Gott stehen und es zulassen, dass wir Ihn erkennen, dann werden wir auch uns erkennen.
Aber wie schon vorher erklärt, bleibt auch diese Frucht des kontemplativen Gebetes – das Erkennen – eine Gnadengabe.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass wir heute oft neu lernen müssen, was Buße nach biblischem Verständnis ist – und vor allem – was es nicht ist.
Buße ist nach m. E. nicht das “kleine Brötchen backen”, Selbstkasteiung oder irgend eine Form von ( Selbst – / Gottes-) Bestrafung.
Es ist das Zusammenspiel mehrere Faktoren.
An Hand von Gleichnissen und Berichten aus der Bibel, lässt es sich am einfachsten verstehen, wie z. B.:
Lukas 15,11-32
Der verlorene Sohn
Der Sohn will seinen eigenen, freigewählten Weg gehen und der Vater gibt ihm auch alles, was der Sohn sich dafür als Start, wünscht. Der Sohn verfügt über das gewünschte nach eigenem Ermessen und kommt dadurch in große Schwierigkeiten.
Er versucht eine ihm logische Lösung und lebt mit den Konsequenzen seiner Entscheidung und landet dadurch noch tiefer im Elend und leidet an seinen Entscheidungen.
Erst als der Sohn aus eigener Kraft nicht mehr aus dem Elend seines Zustandes raus weiß und sich auch ehrlich eingesteht, warum er in diesem Zustand ist, es nicht beschönigt und es beim Namen nennt, kann er einen Ausweg wahr nehmen.
Er geht seinen Weg zurück, zum Ursprung seiner ersten Entscheidung – die Entscheidung vom Vater wegzugehen – und benennt auch dort noch ehrlich seinen Weg und sein Elend. Auch dort beschönigt und relativiert er nichts.
Er sagt es dem Vater allein, aber der Weg ist für alle sichtbar.
Er nimmt vom Vater das an was er gibt, auch wenn es nicht das ist, was er erwartet hat.
Er lebt mit den Konsequenzen seines Tuns, dem Neid und dem Unverständnis seines Bruders, und bleibt beim Vater.
Lukas 19,2-10
Zachäus
Zachäus hat den Drang Jesus zu sehen, wenn auch erst mal von Ferne, aber das reicht Jesus um ihn anzusprechen.
Zachäus lässt sich von Jesus ansprechen und nimmt ihn zu sich auf, obwohl viele um ihn herum Anstoß nehmen, da er nach deren Meinung offensichtlich nicht die Voraussetzungen für Jesus Gegenwart hat.
Jesus Gegenwart bringen Zachäus selber zu der Erkenntnis, was er ändern will. Jesus fordert nichts von ihm.
Zachäus nennt offen, was er ändern will, ist offen für Erkennen von Schuld und verspricht sie dort, wo er es erkennt, auch wieder zu bereinigen.
Jesus reicht dieser Wille um ihn das Heil und die Gnade zuzusagen.
Es sind beiden Male die gleichen Grundmuster.
Erkennen – Benennen – Vergebung – Handeln
Sich ändern lassen / auf Gott hin sich umformen lassen / das ist Buße.
Dorothee Matthias
hallo! jetzt hab ich schon mal deinen blog gefunden, obwohl ich immer noch nicht weiß, wer du bist…
…und schreibst du extra „komplentatives“?
nein das ist mir nie aufgefallen, vermutlich weil ich zu oft kontemplativ geschrieben habe! aber ich finde es zum schreien komisch und könnte mich ausschütten vor lachen!! Nun ich werde mir wohl was einfallen lassen müssen, aber es ist zum brüllen gut!!
Stimmt, es ist bestimmt nicht der Hit für Dich, nichts über die Menschen zu Wissen die Dir schreiben – außer vielleicht über ihre Rechtschreibung und ihren skurrilen Humor – aber was sagt es schon, wenn Du weißt, dass ich so alt bin wie Deine Eltern ( ich war auf eurer Seite) oder wie Deine Geschwister ?! Was sagt Dir, wenn ich Dir schreibe, wo ich stehe oder was ich gerade für Probleme ( mit Pfarrern und der Gemeinde ) habe?!
Vielleicht zählt mehr, dass ich Deine Seite schon länger gerne lese und über Dich viele Gedanken, Impulse und links gefunden habe, die ich Klasse finde und die mir in manchem weiter geholfen haben. Aber ich bin nicht wie Du!
sorry, aber mehr ist nicht drin!
Gottes Segen für Dich
myriel
Schade… Bin etwas enttäuscht. Ich glaube hauptsächlich, weil ich Menschen immer viel interessanter finde als nur schlaue Gedanken, egal wie gut sie auch sind. Und ein bisschen auch, weil mich die Situation interessieren würde, in der meine Diplomarbeit eine kleine Rolle spielt (-:
Aber das mit der Anonymität ist echt ein guter Punkt. In dem Fall kann ich das schon akzeptieren.
Cool, dass es anscheinend echt Leute gibt, die meinen Blog lesen und inspiriert werden. Dachte bisher eigentlich, ich schreib nur für meine Freunde…
Dir auch Gottes Segen!
Markus